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Ein typischer Schultag in Irland
Wie läuft eigentlich ein ganz normaler Schultag in Irland ab? Auch wenn sich die genauen Abläufe von Schule zu Schule unterscheiden, gibt es einen groben Rahmen, an dem sich die meisten irischen Secondary Schools orientieren – und der sich in einigen Punkten deutlich vom deutschen Schulalltag unterscheidet.
Wie kommst du zur Schule?
Wie du morgens zur Schule kommst, hängt ganz davon ab, wo deine Gastfamilie wohnt:
- Schulbus: Viele Schüler*innen nutzen einen festen Schulbus, der morgens einmal zur Schule und nachmittags einmal zurück fährt.
- Fahrgemeinschaft mit der Gastfamilie: Manche werden von den Gasteltern zur Schule gebracht und abgeholt – zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit oder weil die Schule nur eine kurze Strecke entfernt liegt.
- Zu Fuß: Ist die Schule nah genug, gehen manche Schüler*innen einfach zu Fuß.
- Öffentliche Verkehrsmittel: Wohnst du in oder in der Nähe einer Stadt, kann auch der öffentliche Nahverkehr eine Option sein.
- Fahrrad: Das Fahrrad zur Schule ist in Irland eher selten – Wetter, Sichtverhältnisse und Straßensicherheit spielen dabei eine große Rolle.
Wie genau es für dich läuft, hängt von deiner Gastfamilie und ihrem Wohnort ab.
Ein Blick in den Stundenplan
- Schulbeginn: meist um 9:00 Uhr – etwas später als in Deutschland!
- Kurze Pause: meist gegen 11:00 Uhr, ca. 10-15 Minuten
- Mittagspause: meist gegen 13:00 Uhr, ca. 45 Minuten
- Weitere kurze Pause: oft auch am Nachmittag zwischen zwei Unterrichtsblöcken
- Schulschluss: meist kurz vor 16:00 Uhr
Die genauen Zeiten können sich von Schultag zu Schultag und von Schule zu Schule leicht unterscheiden.
Wie lang ist eine Schulstunde?
Eine Unterrichtsstunde dauert in der Regel 40-45 Minuten. An manchen Tagen gibt es zudem Doppelstunden für bestimmte Fächer.
Hausaufgaben
Tägliche Hausaufgaben sind in Irland ganz normal – und je höher die Jahrgangsstufe, desto mehr wird in der Regel erwartet. In 5th Year solltest du mit etwa 1 bis 1,5 Stunden Hausaufgaben pro Tag rechnen, an manchen Tagen auch etwas mehr, an anderen weniger. Sieh das nicht nur als Pflicht, sondern auch als Chance: Hausaufgaben helfen dir dabei, dein schriftliches Englisch stetig zu verbessern.
Wenn du im Transition Year bist, sieht das etwas anders aus – hier spielen Hausaufgaben eine deutlich kleinere Rolle. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel zu Transition Year.
Was passiert, wenn ein Lehrer fehlt?
Auch in Irland kommt es vor, dass eine Lehrkraft mal nicht da ist – genau wie in Deutschland. Der Unterschied: Schüler*innen werden deswegen nicht vorzeitig nach Hause geschickt. Wurde für die Zeit keine Aufgabe gestellt, kann sie stattdessen genutzt werden, um bereits aufgegebene Hausaufgaben zu erledigen.
Mittagspausen
Die meisten Schüler*innen bringen ihre eigene Lunchbox von zuhause mit – zum Beispiel Sandwiches, Wraps, kalten Nudelsalat, ein Stück Obst, einen Joghurt oder Chips. Im Winter ist auch eine Thermoskanne mit warmer Suppe oder heißem Tee keine Seltenheit.
An manchen Schulen gibt es zusätzlich einen ‚Order-in‘-Service oder einen Schulshop, bei dem du frisch zubereitete Speisen oder andere Dinge kaufen kannst – alles, was du dort bestellst oder kaufst, musst du selbst bezahlen.
Manche Schulen bieten auch einen Breakfast Club oder ein warmes Mittagessen an; auch das kostet extra, ist aber meist zu einem vergünstigten Preis erhältlich.
Wie genau das bei dir läuft, wird deine Gastfamilie dir nach deiner Ankunft in Irland ganz genau zeigen und erklären – du musst dir also vorher keine Gedanken darüber machen.
Sport und Aktivitäten
Viele Schulen bieten Schulsport oder andere Aktivitäten an – teils in der Mittagspause, teils direkt nach Schulschluss.
Die Schuluniform – ein echtes Highlight für viele Austauschschüler*innen
Bei uns gibt es normalerweise keine Schuluniform – deshalb ist das für viele unserer Schüler*innen eines der aufregendsten neuen Erlebnisse!
Mädchen dürfen an den meisten (aber nicht allen) Schulen zwischen Rock und Hose wählen – die meisten entscheiden sich für die Hose. Jungs tragen durchgängig eine Hose.
Eine Schuluniform hat einige echte Vorteile:
- Morgens keine Entscheidungsprobleme: Du musst dir nicht überlegen, was du anziehst – die Uniform liegt schon bereit.
- Kein Vergleichen von Klamotten oder Marken: Alle sehen gleich aus, was den Druck rausnimmt, „die richtigen“ Sachen zu tragen.
- Zugehörigkeitsgefühl: Eine Uniform gibt dir sofort das Gefühl, richtig dazuzugehören – gerade am Anfang, wenn noch alles neu ist.
- Ein bisschen wie im Film: Viele finden es einfach cool, mal „britisch/irisch“ zur Schule zu gehen, wie man es aus Filmen und Serien kennt.
Ein Schultag mit Now You!
Neugierig, wie sich das im Alltag wirklich anfühlt? Lies echte Erfahrungsberichte unserer Schüler*innen oder nimm unverbindlich Kontakt auf, wenn du noch Fragen hast.
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