Now You … Irland – Louisa

Der Aufenthalt hat mein Selbstbewusstsein enorm gestärkt

Louisa (16) aus Gladbeck

5th Year - 1-Term - 2025

Für mich stand schon länger fest, dass ich gerne ein Auslandshalbjahr machen möchte. Auf Now You bin ich dann durch die Tochter einer befreundeten Familie aufmerksam geworden.

Sie hat ein Auslandshalbjahr in Irland ein Jahr zuvor gemacht und war begeistert.

Daraufhin habe ich mich bei Deirdre beworben. Einen Monat später hatte ich den ersten Zoom-Call mit Deirdre. Das war ein entspanntes kennenlernen, was mir und meinen Eltern ein sicheres Gefühl gegeben hat, dass ich in guten Händen bin. Außerdem wurden wir super informiert, welche Schritte als nächstes kamen und worauf wir achten müssen. 


Im Juni gab es dann ein Now You-Schüler*innen Vortreffen in Köln, bei dem ich Deirdre und auch Mary von der irischen Organisation persönlich kennenlernen konnte. Dieses Vortreffen war eine schöne Erfahrung und hat echt Spaß gemacht, da man auch die Möglichkeit hatte mit den anderen Austauschschüler*innen in Kontakt zu kommen. Denn ich und zwei weitere Mädchen, die ich bei dem Vortreffen kennen gelernt habe, sind auf die selbe Schule in Irland gegangen.

Während der Vorbereitung, aber auch in Irland war Deirdre jederzeit für mich da, ob bei Fragen oder Unsicherheiten, Deirdre hat sich um jeden einzelnen unglaublich gut gekümmert. Die Vorbereitung war klar strukturiert und Deirdre hat uns prima durch die Zeit geführt. 

Meine Vorbereitungen und Abschied vor Abreise:  Ich wurde im Vorfeld viel von Deirdre über meine Stadt (Ennis), Irland generell, Freizeitmöglichkeiten, Sportvereine und natürlich die Schule (Colaiste Muire) informiert. Daher wusste ich schon über einiges Bescheid und musste nicht viel selber recherchieren. Ich habe in Ennis, County Clare gewohnt und war sehr zufrieden. In Ennis gab es viele Second-Hand Läden, und generell viele süße Cafés, ein paar Pubs und im großen und ganzen ist Ennis sehr schön.
Beim Packen hätte ich einige Klamotten weglassen können, denn im Nachhinein, habe ich nur die Hälfte davon getragen. Trotzdem hat mir Deirdre‘s Packliste enorm geholfen, an alles zu denken, was ich brauchte. 
Je näher der Abreisetag rückte, desto wichtiger wurde es mir, möglichst viel Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Eine Woche vor Abreise haben mich meine Freunde überrascht mit einer Abschiedsfeier. Außerdem kamen meine Großeltern am Tag vor der Abreise vorbei, um sich bei mir zu verabschieden. Am Flughafen haben meine Eltern mich dann noch bis zum Check-In begleitet. Dort habe ich die anderen Austauschschüler*innen von Now You getroffen. Wir haben uns alle von unseren Eltern verabschiedet, was für mich nicht so einfach war wie gedacht war, denn es war echt emotional und ich war super aufgeregt, aber gleichzeitig habe ich mich auch schon sehr auf mein Auslandhalbjahr in Irland gefreut. Dann sind wir alle zusammen zum Gate gelaufen, was großartig war, denn so musste nämlich keiner alleine fliegen. 

Erste Tage und Eindrücke in Irland: Am Flughafen von Dublin angekommen, wartete nicht nur Lisa von der irischen Organisation bereits auf uns, sondern auch Deirdre selbst. Wir haben dort noch ein Foto von uns allen gemacht. Mit Lisa sind wir in einem privaten Bus in unsere zugeteilten Städte gefahren worden. In Ennis angekommen hat mich meine Gastmutter Sinead und ihre Tochter Brooke abgeholt. Wir haben ein paar Sachen besorgen müssen und direkt meine Schuluniform gekauft. Am Abend haben wir zusammen Pizza gegessen. Es war von Anfang an sehr harmonisch und meine Gastfamilie hat mich wie ein Teil der Familie fühlen lassen. 
Dadurch, dass ich an einem Donnerstag angekommen bin, hatte ich ein ganzes Wochenende Zeit, um mich bei meiner Gastfamilie einzuleben und viel Zeit mit ihnen zu verbringen. Das war perfekt. Am zweiten Tag hatte ich ein wenig Heimweh, weil alles so schnell ging und man so viele Eindrücke auf einmal machte. Meine Gasteltern haben mich aber aufgemuntert und um mich abzulenken bin ich gemeinsam mit den zwei Austauschschülerinnen, die ich ebenfalls mit Now You angereist sind und auch in Ennis wohnten, die Innenstadt von Ennis erkunden gegangen. 

Erste Tage in der Schule: Am ersten Tag wurde ich von meiner Gastmutter zur Schule begleitet. Drinnen hat mich die Stufenleiterin empfangen und ein nettes irisches Mädchen hat uns dann zu dem
sogenannten ,,Danlann‘‘, ein großer Saal, indem sich die ganze Stufe für organisatorische Themen trifft. Wie zum Beispiel an dem ersten Schultag nach den Sommerferien. Alle Schüler aus dem 5th year haben sich dort versammelt und wir wurden in Englischkurse aufgeteilt und haben unsere Stundenpläne erhalten. Alles war sehr neu für mich, aber zum Glück war ich nicht alleine mit all den neuen Erfahrungen. Auf meiner Schule waren noch weitere Austauschschüler aus Deutschland, Italien, Spanien und Belgien. Wir haben uns alle schnell super verstanden und die ersten großen Pausen miteinander verbracht.

Gastfamilie: Meine Gastfamilie bestand aus meinen Gasteltern Sinead und Michael, meinen drei Gastschwestern (eine ist ein Jahr älter und die Zwillinge ein paar Jahre jünger) sowie den zwei Hunden Gigi und Olli.
Es war immer etwas los, aber genau das hat mein Leben dort so lebendig gemacht. Ich habe mich mit allen sehr gut verstanden und wurde offen aufgenommen. Besonders schön war, dass ich viel Freiraum hatte, auch konnten Freunde bei mir am Wochenende übernachten, und ich konnte mich jederzeit spontan treffen. Meine Gastmutter hat mich immer unterstützt und war immer bereit mir zu helfen. Ich konnte mich sehr gut mit ihr unterhalten, vor allem weil sie so verständnisvoll und lustig ist. 

Eingewohnung, erste 4-5 Wochen: Das Einleben in der Gastfamilie ging überraschend schnell. Anfangs ist es natürlich komisch, in einer völlig neuen Umgebung aufzuwachen, aber nach ein paar Tagen fühlt es sich an wie ein zweites Zuhause. Ich habe viel mit den anderen Austauschschülern unternommen. Wir waren öfters nach der Schule in die Innenstadt von Ennis gelaufen und haben uns die verschiedenen Läden und Cafés angeguckt. Am Wochenende haben wir Trips in andere Städte unternommen. Zum Beispiel war ich zwei Wochen nach meiner Ankunft in Lahinch mit fünf Freundinnen, die ich von der Schule kannte. Da meine Gastgeschwister Fußball spielen, hatten sie jedes Wochenende Spiele, bei denen ich ab und zu zugeschaut habe.
In der Schule habe ich mich toll mit den anderen Austauschschülern verstanden. Hin und wieder habe ich mich auch super mit den irischen Mädchen ausgetauscht.
Mein Englisch reichte völlig aus, um dem Unterricht folgen zu können, und ich war froh, dass man in jedem Kurs verschiedene Mitschüler hatte, so bin ich vielen verschiedenen Menschen begegnet. 


Schulleben: Die Schule Colaiste Muire auf die ich gegangen bin befindet sich in Ennis und ist eine Mädchenschule. Ich wollte schon immer mal für ein paar Monate auf eine Mädchenschule gehen und ausprobieren wie es ist. Es war eine tolle Erfahrung für vier Monate die Colaiste Muire zu besuchen. Die meisten Lehrer*innen waren nett, hilfsbereit und offen. Obwohl der Unterricht auf Englisch war, habe ich trotzdem keine großen Probleme gehabt etwas zu verstehen. Ich habe oft Tests in vielen Fächern geschrieben, aber dadurch lernte ich unglaublich schnell dazu. Mir persönlich hat „Geography“ am besten gefallen, weil eben ganz andere Themen bearbeitet wurden, als im Erdkunde Unterricht in Deutschland. Besonders interessant fand ich, dass es viele andere Fächer an meiner Schule in Ennis gab. Zum Beispiel habe ich das Fach „Technology“ besucht, indem man handwerklich mit Holz arbeitet. Außerdem habe ich das Fach „Home Economics“ belegt. Dieses Fach hat mir ebenfalls besonders gut gefallen, weil wir unteranderem gemeinsam gebacken und gekocht haben, sowie auch sehr viel über Ernährung lernten. Dazu gab es noch die Fächer ,,Business‘‘ und ,,Physical Education’’, jedoch war dieses Fach äußerst anspruchsvoll, da wir viel auswendig lernen und mehrere Videos erstellen mussten. Der ,,Well-being‘‘ Kurs war nur für alle Austauschschüler*innen auf meiner Schule, in dem ich die anderen schnell kennenlernen konnte.
An der Colaiste Muire gab es, sowie an den meisten Schulen in Irland eine Schuluniform. Das war aber kein Problem, so hatte man immerhin keinen Stress mit dem Outfit am Morgen. 
Des Weiteren durfte ich Teil des Schulmusicals sein, dass die Colaiste Muire jedes Jahr mit dem gesamten 5th year vor Weihnachten aufführt. Wir haben drei Monate lang das Musical „Sister Act“ einstudiert. Es gab verschiedene Bereiche, wie Backstage, Bühnenlicht, Set-Crew und natürlich die Sänger und Tänzer. Ende November haben wir eine Woche lang jeden Abend die Show vor den Eltern, den anderen Schülern und Lehrern der Schule aufgeführt. Das hat echt richtig Spaß gemacht, vor allem, weil ich dadurch mehr mit den irischen Mädchen in Kontakt gekommen bin. 
Des Weiteren gibt es ein riesiges Angebot an Sportaktivitäten von der Schule aus. Ich habe mich zusammen mit einer Freundin der Volleyball-Mannschaft angeschlossen. Ich hatte sogar ein paar Spieltage in der Woche, wo wir mit dem Bus zu anderen Schulen gefahren sind und Vorort drei Volleyball-Spiele hatten. Das war natürlich auch eine schöne Möglichkeit irische Mädchen kennen zu lernen. 

Was ich abends und an den Wochenenden gemacht habe:  Die Schule ging meistens von 9 Uhr morgens bis 16 Uhr am Nachmittag, also die Schule hat einen sehr großen Anteil des Tages eingenommen. Nach der Schule bin ich manchmal noch mit meinen Freunden in die Stadt gegangen, um gemeinsam Zeit zu verbringen. Außerdem hatte ich an zwei Nachmittagen in der Woche direkt nach der Schule Volleyball-Training. Abends habe ich mich immer gemeinsam mit meiner Gastfamilie über unsere Tage ausgetauscht und es lief eine Zeit lang jeden Abend eine irische Serie ,,The Traitors’‘ die meine Gastfamilie super gerne geschaut hat. Dann habe ich mich immer zu ihnen gesetzt und mit geguckt, weil es mir wichtig war viel Zeit mit meiner Gastfamilie zu verbringen. 
Am Wochenende hingegen habe ich viel mit den anderen Austauschschülern erlebt. Wir waren gemeinsam shoppen, haben bei einander übernachtet, waren feiern, sind über Weihnachtsmärkte geschlendert und haben Ausflüge in die Städte Galway, Limerick, Cork, Lahinch und mein absolutes Highlight Dublin unternommen. In Lahinch war ich mit meiner besten Freundin sogar zum ersten Mal surfen. Wir haben uns im Internet erkundigt und uns bei einem Surfkurs, der zwei Stunden ging, angemeldet. Das war echt genial. Einen Nachmittag habe ich mit meiner Freundesgruppe spontan entschieden ein professionelles Gaelic Football Spiel anzugucken. Das Stadion war komplett voll und die Stimmung war grandios. Alles in allem habe ich sehr viele schöne Erinnerungen in Irland gesammelt. 

Was ich über mich selbst gelernt habe in dieser Zeit:  Der Aufenthalt hat mein Selbstbewusstsein enorm gestärkt. Auf sich allein gestellt zu sein, in einer fremden Familie, einem neuen Land zu leben, zeigt einem, was man alles schaffen kann. Zudem bin ich durch mein Auslandhalbjahr in Irland selbstständiger geworden und darauf bin ich sehr stolz. Allein deswegen kann ich dieses Auslandshalbjahr jedem empfehlen. 
Ich habe gelernt, mutiger zu sein und Dinge einfach zu wagen, statt zu viel nachzudenken. In Irland selbst habe ich mir die ganze Zeit gedacht, wenn ich es jetzt nicht mache, wann dann.

Louisa

(Februar 2026)

Your Ireland adventure begins here ......

© 2024 Copyright Now You! learn & travel GmbH - all rights reserved.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner